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«Heute ist alles nur noch einen Klick entfernt»

Papierkram? Unverständliche AVBs? Langfristige Policen? Für die Kunden von Lings ist das Schnee von gestern. Das Generali Start-up läutet eine neue Ära der Versicherungen ein. CEO Kai Kunze gibt Auskunft.

Lings bezeichnet sich als moderne, zeitgemässe Versicherung. Was heisst das?

Heute ist alles nur noch einen Klick entfernt – ob Musik, Kommunikation, Einkaufen, Tickets, Reisen usw. Mit Lings gibt es nun auch eine Versicherung, die per Smartphone jederzeit überall verfügbar ist. Bei uns lässt sich die Versicherung nach Wunsch aktivieren und deaktivieren – bei einer Mindestdauer von einem einzigen Tag. Auch die AVB sind nicht in Juristendeutsch, sondern für jeden verständlich verfasst.

 

Wer ist euer Zielpublikum?

Zurzeit wenden wir uns ausschliesslich an Amateur- und Profifotografen. Sie können den Fotoapparat, das ganze Zubehör und sogar die Hardware, mit der sie Fotos bearbeiten bei uns versichern. Und zwar gegen Diebstahl, Verlust und Beschädigung. Ohne Selbstbehalt, notabene.

 

Wie ist die Idee zu Lings entstanden?

Bei einem Innovationssprint Anfang 2017 entwickelten Generali-Mitarbeitende ungewöhnliche Produktideen mit modernen Arbeitsmethoden wie Design Thinking. Dabei kamen wir im Gespräch mit Kunden zur Erkenntnis, dass eine Kurzzeit-Versicherung gewünscht wird, die sehr flexibel ist. Die Idee klang bestechend. Doch um sie im Markt rasch und kostengünstig zu testen, eignen sich die gewachsenen Strukturen eines Grossunternehmes wie Generali nicht. Ein internes Start-up hingegen, geführt von eigenen Mitarbeitenden, ist ideal.

 

Wie ging’s weiter?

Nach einem internen Rekrutierungsverfahren sind wir als vierköpfiges Team im Juli 2017 im Fintech Accelerator F10 gestartet. Finanziell von Generali unterstützt, aber gänzlich unabhängig in unseren Entscheidungen, erhielten wir eine einzige Auflage: vier Monate später den ersten zahlenden Kunden zu akquirieren.

 

Ein sportliches Ziel – wie seid ihr damit umgegangen?

Nachdem wir zwei Wochen später einen ungefähren Plan gefasst hatten, stellten wir als erstes eine IT-Firma ein. Damit war schon ein Drittel unseres Budget weg, ohne dass wir genau wussten, wohin unsere Reise geht. Diese Freiheit war einerseits beängstigend, andererseits auch sehr befreiend. Keine fixen Strukturen und Abläufe mehr, wir mussten uns fortan selbst organisieren – eine ganz neue, spannende Erfahrung für uns alle.

 

Wo steht ihr im Moment?

Zahlende Kunden haben wir zurzeit 35 (Stand Februar 2018). Bereits über 100 Interessenten haben einen Account und ihre Objekte bei uns registrieren lassen, um die Versicherung bei der passenden Gelegenheit rasch aktivieren zu können. Auch wenn das paradox klingen mag: Unser erklärtes Ziel ist, dass die Kunden unsere Versicherung lieben. So setzen wir nicht nur auf Social-Media-Kanäle und Influencer, sondern auch auf Mund-zu-Mund-Propaganda. Und das scheint ganz gut zu funktionieren.

 

Wage für uns einen Blick in die Zukunft von Lings.

Das Ziel für 2018 ist, weiter auszubauen und den Kundenstamm zu erweitern. Für nächstes Jahr denken wir darüber nach, die Versicherung auf weitere Produkte zu erweitern.

 

 

Lings.ch