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Umfrage zu Covid-19: KMU erachten Gefahr eines Konkurses als real

Apr 27, 2020.

Der wegen Covid-19 verordnete Lockdown geht vielen Schweizer KMU an die Substanz. Eine Umfrage von Generali Schweiz und dem Schweizerischen KMU Verband (SKV) zeigt: Ein Viertel der KMU schätzt die eigenen Umsatzeinbrüche auf mindestens 50 Prozent und fast die Hälfte der Befragten hat Kurzarbeit beantragt beziehungsweise erachtet einen Konkurs als wahrscheinlich, wenn die Massnahmen noch länger anhalten.

Kleine- und mittlere Unternehmen (KMU) sind das Rückgrat der Schweizer Wirtschaft. Mehr als 99 Prozent der Unternehmen in der Schweiz sind KMU und sie stellen zwei Drittel der hiesigen Arbeitsplätze. Der wegen Covid-19 verordnete Lockdown geht vielen dieser rund 590'000 Unternehmen an die finanzielle Substanz und bedroht damit zahlreiche Arbeitsplätze. Die Mischung aus einem drastischen Nachfrage- und Angebotsrückgang könnte in eine Rezession münden.


Viele Unternehmen sind angesichts dieser Aussichten verunsichert. Was beschäftigt KMU aktuell am stärksten, wie haben sie auf die neue Herausforderung reagiert und wie blicken sie in die Zukunft? Generali Schweiz und der Schweizerische KMU Verband (SKV) haben zwischen dem 3. und 17. April 2020 bei Mitgliedern und Kunden die Auswirkungen der Coronakrise nachgefragt. 716 KMU haben an der Umfrage teilgenommen.

 

Erodierende Umsätze

Die Unternehmen zeichnen ein eher düsteres Bild und haben teilweise drastische Massnahmen ergriffen. 43 Prozent der KMU haben geantwortet, dass sie Kurzarbeit für die Mitarbeitenden angemeldet haben, 32 Prozent haben beim Bund einen Überbrückungskredit beantragt, 7 Prozent mussten angesichts der Situation gar Kündigungen aussprechen. 

 

Ein grosser Teil der Befragten beklagt stark rückläufige Umsätze. Ein Viertel der KMU schätzt die eigenen Umsatzeinbussen auf 50 Prozent und mehr. 

 

Auch die Wahrscheinlichkeit eines Konkurses ist real. 46 Prozent der KMU erachten es als wahrscheinlich, dass sie Konkurs anmelden müssen, wenn die Lage sich nicht lockert. 

 

Allerdings zeigen sich viele KMU gerade in dieser herausfordernden Zeit auch innovativ. Immerhin ein Viertel der Befragten hat Angebot, Service oder Produkte bereits angepasst. Für 58 Prozent war dies aber noch «kein Thema». Jene KMU, welche die Situation für Veränderung nutzen konnten, taten dies vor allem im Kundenservice, zum Beispiel mit einer Onlineberatung (43 Prozent). 27 Prozent bieten ihre Produkte nun etwa über E-Commerce an und 23 Prozent haben einen Lieferservice oder ein Take-away-Angebot (15 Prozent) lanciert.

 

Mit verstärktem Marketing aus der Krise

Obwohl gemeinhin mit einer Rezession gerechnet wird, planen die Unternehmen nach dem Ende der Krise kräftig die Werbetrommel zu rühren. Ein Drittel der KMU will ihre Marketing-Aktivitäten erhöhen, knapp ein Viertel will mit Sonderaktionen und Rabatten Kunden zurückgewinnen und 14 Prozent plant das Produktsortiment zu erweitern. 

 

Generali und der SKV haben angesichts der aussergewöhnlichen Situation und der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die KMU Academy lanciert. Sie soll die Bedürfnisse der KMU mit den Dienstleistungen von Generali und ihren Partnern verbinden. In kurzen und kostenlosen Onlinetrainings vermitteln zahlreiche Experten ihr Praxiswissen, um KMU und Selbständigen in dieser herausfordernden Zeit zur Seite zu stehen. 

 

Die Umfrage

Generali Schweiz und der Schweizerische KMU Verband (SKV) haben zwischen dem 3. und 17. April 2020 bei Mitgliedern und Kunden eine Umfrage zu den Auswirkungen der Coronakrise durchgeführt. 716 KMU haben teilgenommen. 

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