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Mit Swiss Food gesund durch die kalte Jahreszeit

Generali und ÖKK kombinieren im Rahmen einer Vertriebskooperation ihr Versicherungsangebot und ihre Kompetenzen (Siehe Medienmitteilung). Zum Start haben wir uns mit Pract. med. Marcel Hilbig, Chefarzt des Vertrauensärztlichen Dienstes der ÖKK, unterhalten über Gesundheit in der kalten Jahreszeit. Das Resultat: 5 lokale Superfood-Alternativen aus der Region. Wir wünschen «En Guete».

Superfood ist in aller Munde – verständlich, denn die kleinen Muntermacher versprechen Genuss und Gesundheit in einem. Doch es muss nicht immer gleich alles aus Übersee kommen: Warum in die Ferne schweifen? Das Gute liegt so nah.

Acaibeeren

Die Acaibeere aus dem brasilianischen Regenwald erreicht uns Schweizer meist gefriergetrocknet als Pulver oder Saft. Sie gilt als Schlankmacher und soll gar sexuell stimulierend wirken. Hinzu kommt, dass dem dunklen Pflanzenfarbstoff Anthocyan eine antioxidative Wirkung nachgesagt wird. Ich empfehle stattdessen für in der Schweiz heimische, dunkle Beeren mit ähnlichen Inhaltsstoffen. Holunder beispielsweise ist ein gleichwertiger Ersatz für die Acaibeere. Er enthält genau wie Heidelbeeren und Schwarze Johannisbeeren viele Antioxidantien und Magnesium – Holundersaft hat gar eine höhere Konzentration an Anthocyan als Acaibeeren.

Chiasamen

Ob im Brötchen oder im Müesli: Chiasamen sind der Renner, weil sie wegen der hohen Konzentration an Nahrungsfasern und Omega-3-Fettsäuren den Stoffwechsel positiv beeinflussen sollen. Veganern dienen sie als Ei-Ersatz beim Backen, da sie mit Wasser vermengt gelieren. Aber aufgepasst: Chiasamen sind oft mit Pestiziden belastet und deshalb nur eingeschränkt zu empfehlen.

Greifen Sie stattdessen zu Leinsamen. Ob als Samen oder in Form von Öl: Leinsamen sind die perfekte regionale Alternative zu Chiasamen. Ihr Omega-3-Gehalt ist noch höher, sie sind ebenso reich an Calcium und Eiweiss und lassen sich ebenfalls gut Brot oder Müesli beigeben. Hinzu kommt der lecker-nussige Geschmack.

Matcha

Matcha, also gemahlener Grüntee, wird vor allem als Zutat für Backwaren, Eis und Smoothies verwendet. Dabei soll es den Blutdruck senken, die Leistungsfähigkeit und den Stoffwechsel verbessern. Doch nichts davon ist erwiesen.

Trinken Sie lieber Kamillentee oder anderen heimischen Teesorten. Sie können die Gesundheit genauso gut fördern wie Grüntee. Kamille wirkt beruhigend, Hagebuttentee soll die Verdauung anregen, Hagedorn soll gegen hohen Blutdruck helfen.

Quinoa

Quinoa ist ein Segen für all jene Menschen, die Gluten nicht vertragen. Denn die «Inka-Kost» aus den Anden ist frei von Klebeeiweiss, das in Weizen und den meisten anderen Getreidesorten vorkommt. Dementsprechend beliebt ist Quinoa als Getreideersatz in Suppen, Aufläufen, Eintöpfen, Gratins und Desserts.

Hirse war lang die einzige glutenfreie heimische Alternative zu Quinoa. Allerdings hält sich der Anbau von Hirse in der Schweiz in Grenzen, sodass auch hier fast nur Importware erhältlich ist. Erst in den letzten Jahren vergrösserte sich das Angebot an heimischer Hirse, und sogar Quinoa wird mittlerweile im Seeland angebaut – es kostet allerdings dreimal so viel wie importiertes Quinoa.

Weizengras

Ist der Smoothie schön grün, dann ist bestimmt Weizengraspulver enthalten. Weizengras war schon zu Urzeiten bei Schamanen und Druiden beliebt, und diese waren bekanntlich ja noch richtig naturverbunden. Verbürgt ist, dass Weizengras grün und gesund ist wegen des vielen enthaltenen Chlorophylls, das krebserregende Substanzen abbauen und Wundheilung und Verdauung fördern soll.

Doch auch in einigen einheimischen Gemüsen ist viel Chlorophyll enthalten, zum Beispiel in Brokkoli und Grünkohl. Letzterer gilt als ein Nationalgericht Norddeutschlands und erobert auch immer mehr die Schweizer Märkte. Überhaupt sind Kohlsorten die meist unterschätzten Superfoods, die sich vor allem im Winter als gesundes saisonales Gemüse anbieten. Gönnen Sie sich einen Vitaminschub «made in Switzerland».

«Warum in die Ferne schweifen? Das Gute liegt so nah.»

 

Zum Autor

Pract. med. Marcel Hilbig ist Vertrauensarzt SGV und leitet als Chefarzt den Vertrauensärztlichen Dienst von ÖKK. Der ausgebildete Facharzt Anästhesiologie ist zudem zertifizierter medizinischer Gutachter SIM.