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Diebstahl an Events – So schützen Sie sich vor Langfinger

Sie machen gute Laune und erfreuen sich zunehmender Beliebtheit: Grossveranstaltungen. Ob Zürifäscht, Streetparade oder Musikfestivals auf dem Gurten, in Frauenfeld oder in Gampel. Sie alle brechen Besucherrekord um Besucherrekord. Doch mit dem Spass kommt oft auch der Frust. Denn Gelegenheit macht Diebe. Wir haben uns umgehört.

Das grosse Geschäft der Taschendiebe im öffentlichen Raum

Diebe sorgen in der Schweiz täglich für Ärger, Wut und Trauer. Allein am Zürifäscht erstatteten die Gäste 60 Anzeigen. Gestohlen werden Velos und Autos, Smartphones und Laptops, Portemonnaies und Fotoapparate. Aber auch vor Baumaschinen, Reisekoffern oder sogar Haustieren machen Diebe keinen Halt. Diebstähle finden bevorzugt dort statt, wo sich viele Menschen aufhalten und eine gewisse Anonymität herrscht. Das gilt für Bahnhöfe und Flughäfen, öffentliche Verkehrsmittel, Märkte und Grossveranstaltungen wie Konzerte und Sportanlässe.

 

Um den Dieben das Handwerk zu legen, ist vor allem in grossen Menschenmassen Vorsicht geboten. Bleiben Sie wachsam. Denn Taschendiebe haben keine «Uniform». Sie sind alt oder jung, männlich oder weiblich, elegant gekleidet oder im sportlichen Outfit unterwegs.

 

Diebstahl ist nicht gleich Diebstahl

Bevor wir tiefer ins Thema einsteigen, müssen wir wissen, welche Formen von Diebstahl es gibt. Nur mit diesem Wissen können wir uns gezielt davor schützen. Sowohl die Polizei als auch Versicherer unterscheiden vier Arten von Diebstahl.

 

Einfacher Diebstahl
Diebstahl ohne Gewaltanwendung.

  • ​Gelegenheitsdiebstahl 
    Der Dieb schlägt spontan zu und nutzt eine günstige Situation aus. In der Regel ist kein professioneller Dieb am Werk.
  • Trickdiebstahl
    Diebe wenden einen Trick an. Sie täuschen, überrumpeln oder lenken ihr Opfer ab und nutzen die Anonymität von Menschenmassen. Das Opfer bemerkt den Diebstahl oft erst später.
  • Diebstahl aus Fahrzeugen 
    ​Bei vielen Fahrzeugen können Diebe problemlos ins Wageninnere sehen. So können sie abschätzen, ob es sich lohnt, das Fahrzeug aufzubrechen. 

 

Entreissdiebstahl 
Der Dieb wendet körperliche Gewalt an. Er reisst seinem Opfer das Diebesgut (Handtasche, Smartphone, Aktentasche etc.) aus der Hand oder von der Schulter und flüchtet anschliessend zu Fuss oder mit einem Fahrzeug.

 

Beraubung 
Der Dieb wendet Gewalt an oder droht damit. Er ergaunert so die Wertsachen des Opfers.

 

Einbruchdiebstahl 
Der Dieb dringt gewaltsam in abgeschlossene Räume ein und entwendet dort Wertsachen.

 

Das sind die häufigsten Maschen von Dieben

Trickdiebstahl ohne persönliche Ansprache
Diese Methode wenden die Diebe in rund 70 Prozent aller Diebstähle an. Das Opfer merkt erst gar nicht, dass es bestohlen wurde.

 
Trickdiebstahl mit Ansprache
Ebenfalls häufig spricht der Dieb sein Opfer an, während sein Komplize den Diebstahl begeht. 


Diebstahl aus Fahrzeugen
Kommt besonders oft in den Ferien im Ausland vor. Diese Methode wenden Diebe gerne auf Raststätten an. Eine Person spricht das Opfer an und weist beispielsweise auf einen platten Reifen hin. Während das Opfer zusammen mit dem Dieb den fiktiven Schaden prüft, entwendet eine zweite Person Wertsachen aus dem Fahrzeug.

 

Klares Beuteschema: Velos und Smartphones hoch im Kurs

Natürlich kann alles gestohlen werden. In der Schweiz haben die Diebe aber klare Favoriten: Velos und Kleingegenstände wie Portemonnaies, Smartphones oder Taschen und Rucksäcke. Das kann auch unser Diebstahl-Experte Roberto Di Febbo bestätigen.

 

Velos
«Velos sind bei Dieben sehr beliebt. Besonders in den warmen Monaten von Frühling bis Herbst stellen wir einen markanten Zuwachs an Straftaten fest», so Roberto Di Febbo. Unser Experte gibt Ihnen zwei wichtige Tipps: «Nutzen Sie fürs tägliche Pendeln lieber ein einfaches «Bahnhofsvelo» statt das teure Mountainbike. Und sparen Sie nicht beim Veloschloss. Dazu empfehle ich den Kassensturz Beitrag «Veloschlösser im Test». Wenn Sie Ihr Velo gar nicht abschliessen, ist das eine Einladung auch für Gelegenheitsdiebe.»

 

Smartphones
Digitale Geräte stehen ebenfalls hoch im Kurs. Sie sind praktisch überall verfügbar und lassen sich durch professionelle Trickbetrüger schnell zu Geld machen.

  1.  

«Die Tricks der Diebe sind noch die gleichen wie vor zwanzig Jahren. Was sich aber deutlich verändert hat, ist das Diebesgut. Heute hat praktisch jeder ein Smartphone im Wert von mehreren Hundert Franken dabei. Das schafft Gelegenheiten.»

 

Roberto di Febbo, Teamleiter Schadenabteilung

Kritische Orte

Hier sollten Sie besonders vorsichtig sein:

  • Grossveranstaltungen
  • Hochfrequentierte Strassen und Plätze
  • Öffentliche Verkehrsmittel
  • Bahnhöfe und Flughäfen
  • Restaurants und Warenhäuser
  • Bade- und Parkanlagen

 

Wie kann ich mich vor Trickdiebstahl schützen?

  • Nehmen Sie an Grossanlässe so wenig Bargeld und Wertsachen wie möglich mit.
  • Verstauen Sie Ihre Wertsachen am besten in einer verschliessbaren Innentasche Ihrer Kleidung. Gerade Männer mit dem Portemonnaie in der Gesässtasche ihrer Jeans machen es den Dieben sehr einfach.
  • Behalten Sie Ihre Taschen und Ihr Gepäck immer im Auge. Im Gedränge sollten Sie Ihren Rucksack oder Ihre Tasche unbedingt vor dem Körper tragen.
  • Sie setzen sich gemütlich auf eine Parkbank oder in ein Restaurant? Vergessen Sie nicht, ihre Wertsachen aus Ihrer Jacke und Ihren Taschen zu nehmen. 
    Seien Sie beim Bezahlen besonders aufmerksam. Halten Sie ihr Portemonnaie immer in der Hand. Und zahlen Sie wenn möglich nicht bar, sondern lieber mit der Karte. 
    Jemand rempelt Sie an? Sie werden vor dem Bankomaten, beim Zahlen oder einer anderen verdächtigen Situation angesprochen? Seien Sie besonders wachsam.

 

Ich wurde bestohlen! Was nun?

Sie bemerken einen Diebstahl? Dann reagieren Sie sofort! Nur so können Sie vermeiden, dass noch mehr Schaden entsteht. Gerade, wenn Ihr Portemonnaie oder Smartphone geklaut wurde, zählt jede Minute. Wir empfehlen Ihnen wie folgt vorzugehen:

 

  • Lassen Sie Ihre Kreditkarten sperren
  • Lassen Sie Ihr Smartphone sperren
  • Erstatten Sie Anzeige und melden Sie den Verlust Ihrer Ausweise bei der nächsten Polizeistelle. Wenn Sie einen Ersatzausweis beantragen, müssen Sie die Verlustanzeige der Polizei vorlegen.
  • Melden Sie den Schaden Ihrem Versicherer, damit der Schaden im Deckungsfall übernommen wird (für Generali-Versicherte via Online-Formular oder direkt via Schaden-Hotline 0800 82 84 86).

  

Nur wenn Sie Anzeige erstatten, kann die Polizei ihre Ermittlungen aufnehmen. Dafür müssen Sie die Täter beschreiben sowie angeben, welche Wertsachen Ihnen gestohlen wurden. Aufgrund dieser Angaben kann die Polizei mutmassliche Täter überprüfen und festnehmen. Und mit etwas Glück vielleicht sogar Ihre gestohlenen Wertsachen sicherstellen.

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