Kontakt

24h-Schaden-Hotline

Was Sie über Erbschafts- & Schenkungssteuern wissen sollten

Ist es gerecht, dass sich der Staat an Erbschaften und/oder Schenkungen beteiligt? Darüber lässt sich streiten. Die Gegner argumentieren damit, dass das verschenkte oder vererbte Vermögen bereits einmal der Einkommenssteuer unterstellt war. Befürworter entgegnen wiederum, dass der Beschenkte oder der Begünstigte nicht für die Vermehrung seines Vermögens verantwortlich war und es darum richtig sei, dass der Staat den Vermögenstransfer besteuert.

Allgemein gilt, dass Erbschafts- und Schenkungssteuern nicht auf Bundesebene erhoben werden. Die Ausgestaltung dieser Abgaben liegt vollständig im Kompetenzbereich der Kantone. 26 Kantone, das bedeutet 26 unterschiedliche Steuergesetzgebungen. Darum lässt sich keine pauschale Aussage darüber machen, wie die Steuerpraxis für den Beschenkten oder Erbbegünstigen aussehen soll.

 

Keine Regel ohne Ausnahme

Die Kompetenz, eine entsprechende Steuer zu erheben, liegt grundsätzlich bei dem Kanton, in dem der Erblasser beziehungsweise der Schenkende im Zeitpunkt der Erbschaft oder Schenkung lebt. Doch keine Regel ohne Ausnahme: Immobilien werden immer an ihrem Standort besteuert. Das ist vor allem bei Ferienhäusern massgebend.

 

Ob eine Erbschafts- oder Schenkungssteuer geschuldet ist, hängt also vom Kanton ab, in dem der Erblasser/Schenker lebt oder gelebt hat sowie vom Verwandtschaftsgrad zwischen diesen beiden Parteien. Alle Kantone haben den überlebenden Ehegatten von der Erbschafts- und Schenkungssteuerpflicht freigestellt, mit Ausnahme des Kantons Solothurn, welcher eine Nachlasstaxe erhebt. Eingetragene Partner sind den Ehegatten durch das Partnerschaftsgesetz gleichgestellt. Eine Handvoll Kantone besteuert zusätzlich die Kinder, die geschuldete Steuer liegt jedoch immer im einstelligen Prozentbereich.

 

Konkubinate im Nachteil?

Zahlreiche Paare leben heute unverheiratet im Konkubinat. Leider sehen die Erbschafts- und Schenkungssteuergesetze in der Schweiz für Konkubinate nur selten die gleichen Rechte vor wie zum Beispiel für eine eingetragene Partnerschaft. Einige Kantone besteuern Konkubinatspartner gleich wie die Eltern, andere wie die Geschwister und einige wenden die gleichen Steuersätze an wie bei übrigen, nicht verwandten Begünstigten. Wo eine Besserstellung vorgesehen ist, tritt sie nur in Kraft, sofern das Konkubinat bereits seit einigen Jahren besteht.

 

Die Lösung: Gestaffelte Vermögensübertragung

Die Steuersätze auf Erbschaften und Schenkungen variieren von Kanton zu Kanton sehr stark. Es gibt aber Möglichkeiten, die Höhe der Steuerbelastung für den Begünstigten zu reduzieren. Da die Steuersätze mit der Höhe des übertragenen Vermögens ansteigen, kann eine auf mehrere Jahre gestaffelte Vermögensübertragung günstiger sein. Durch den Erbvorbezug kann der Erblasser die Vermögensüberschreibung auf die einzelnen Erben und auf mehrere Jahre verteilen. Damit reduziert er deren Steuerbelastung.

 

Haben Sie Fragen zu diesem Thema?

Gerne helfen Ihnen unsere Pensionsplanungsexperten dabei, Fragen rund um das Thema Erben und Schenken zu klären. Kontaktieren Sie das ZfP und lassen Sie sich kostenlos und unverbindlich beraten.